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PDF und E-Mail → EDIFACT

PDF-Bestellung in EDIFACT umwandeln

Die meisten Kunden bestellen nicht per EDI, sondern mit einem PDF im Anhang oder einer formlosen E-Mail. every-edi liest diese Bestellungen aus, lässt sie von einem Menschen prüfen und gibt sie als EDIFACT ORDERS D96A aus: beim ersten Mal mit KI, danach mit einem gelernten Profil ohne KI.

Auf einen Blick

Eingang
PDF mit Text (Anhang oder Upload), E-Mail-Text
Ausgabe
EDIFACT ORDERS D96A; alternativ cXML, openTRANS 2.1, JSON
Erste Datei eines Absenders
Einmalige Analyse mit KI, Prüfung durch einen Menschen
Folgebestellungen
Gelerntes Profil, ohne KI
Freigabe
Nach Prüfung im Dashboard; automatisch nur bei bekanntem Profil und hoher Sicherheit

Warum PDF-Bestellungen ein eigenes Problem sind

Für Menschen ist ein PDF eindeutig, für ein ERP ist es nur Text an bestimmten Stellen einer Seite. Jeder Kunde hat sein eigenes Layout: Die Bestellnummer steht mal oben rechts, mal im Betreff; Positionen kommen als Tabelle oder als Fließtext; der Liefertermin als Datum oder als „KW 42“. Klassische EDI-Anbieter haben dafür keine Lösung, denn sie binden nur Kunden an, die schon strukturierte Daten senden.

Deshalb tippt in vielen Betrieben jemand diese Bestellungen ab. Bei wenigen Bestellungen geht das. Bei Hunderten im Monat kostet es Personalstunden und erzeugt Tippfehler, die erst bei der Lieferung auffallen.

So läuft die Umwandlung

  1. Eingang. Die Bestellung kommt wie bisher: per E-Mail in ein überwachtes Postfach, über einen Ordner oder per Upload. Ihr Kunde ändert nichts.
  2. Erster Kontakt: Auslesen mit KI. Kennt every-edi das Layout dieses Kunden noch nicht, liest ein Sprachmodell Kopf- und Positionsdaten aus. Auf Wunsch läuft dieses Modell lokal auf Ihrer eigenen Infrastruktur.
  3. Prüfung durch einen Menschen. Die erkannten Felder stehen im Prüf-Dashboard neben dem Original. Sie korrigieren, was nicht stimmt, und geben frei.
  4. Profil gelernt. Aus der freigegebenen Bestellung entsteht ein Profil für das Layout dieses Kunden. Ab der nächsten Bestellung dieses Absenders liest das Profil die Daten: regelbasiert, reproduzierbar, ohne KI und in Sekunden.
  5. Freigabe. Bestellungen werden vor der Freigabe geprüft. Automatisch freigegeben wird nur, wenn das Profil bekannt ist und die Erkennung sehr sicher ist; alles andere geht in die Prüfung.
  6. Ausgabe als EDI. Die Bestellung wird als EDIFACT ORDERS D96A erzeugt und dorthin übergeben, wo Ihr ERP sie abholt.

Beispiel

Oben die Bestellung eines fiktiven Kunden, wie sie als PDF ankommt (hier als Text dargestellt), darunter die daraus erzeugte EDIFACT-Nachricht ohne Übertragungskopf. Die Tabelle zeigt, welche Angabe wohin wandert und was dabei übersetzt werden muss.

Bestellung_B-26-0815.pdf
Beispiel Haustechnik GmbH · Am Hafen 12 · 28217 Bremen

BESTELLUNG Nr. B-26-0815                    Datum: 08.10.2026
Kunden-Nr. bei Ihnen: 10042                 Liefertermin: KW 42
Lieferanschrift: Lager Nord, Tor 3, Hafenstraße 40, 28217 Bremen

Pos  Art.-Nr.   Bezeichnung                    Menge  Einh.  Preis/Einh.
1    ART-7720   Hydraulikzylinder HZ-200/100       4  Stk       285,00 €
2    ART-3381   Dichtungsset DS-200                4  Satz       42,50 €
3    ART-9910   Hydraulikschlauch 2m DN10         10  m          18,90 €

                                         Summe netto:  1.499,00 €
ORDERS_B-26-0815.edi
UNH+1+ORDERS:D:96A:UN'
BGM+220+B-26-0815+9'
DTM+137:20261008:102'
DTM+2:20261012-20261016:718'
NAD+BY+4012345000009::9'
NAD+DP+4012345000016::9'
CUX+2:EUR:9'
LIN+1++ART-7720:SA'
IMD+F++:::Hydraulikzylinder HZ-200/100'
QTY+21:4:PCE'
PRI+AAA:285.00'
LIN+2++ART-3381:SA'
IMD+F++:::Dichtungsset DS-200'
QTY+21:4:SET'
PRI+AAA:42.50'
LIN+3++ART-9910:SA'
IMD+F++:::Hydraulikschlauch 2m DN10'
QTY+21:10:MTR'
PRI+AAA:18.90'
UNS+S'
MOA+79:1499.00'
UNT+22+1'

Alle Namen, Nummern und GLNs im Beispiel sind fiktiv.

Im PDFIn EDIFACTWas dabei passiert
Bestellung Nr. B-26-0815BGM+220+B-26-0815+9Bestellnummer des Kunden; 220 = Bestellung.
Datum: 08.10.2026DTM+137:20261008:102Das deutsche Datum wird zu JJJJMMTT.
Liefertermin: KW 42DTM+2:20261012-20261016:718Eine Kalenderwoche ist kein Datum. Hier wird sie als Zeitraum Montag bis Freitag ausgegeben (Format 718). Erwartet Ihr ERP ein einzelnes Datum, muss diese Regel vor dem Start feststehen.
Kunden-Nr. bei Ihnen: 10042NAD+BY+4012345000009::9Die Kundennummer allein reicht dem EDI nicht: Der Besteller erscheint als Partei mit eindeutiger Kennung, hier einer GLN.
Lager Nord, Tor 3, …NAD+DP+4012345000016::9Die Lieferadresse wird eine eigene Partei (DP), getrennt vom Besteller.
4 Stk · 4 Satz · 10 mQTY+21:4:PCE · SET · MTRHauseinheiten wie „Stk“, „Satz“ und „m“ werden zu Codes.
285,00 €PRI+AAA:285.00 · CUX+2:EUR:9Aus dem Komma wird ein Punkt, aus dem Eurozeichen die Währungsangabe.
Summe netto: 1.499,00 €MOA+79:1499.00Die Summe dient als Kontrollwert: Sie muss zu den Positionen passen.

Typische Stolperfallen

Was every-edi damit macht

Was (noch) nicht dazugehört

Gescannte PDFs und reine Bild-PDFs werden noch nicht verarbeitet, weil es keine Texterkennung (OCR) gibt; every-edi erkennt sie und bittet um ein PDF mit Text. Außerdem wandelt every-edi nur Bestellungen um: Rechnungen, Lieferscheine und Auftragsbestätigungen aus PDFs gehören derzeit nicht zum Umfang, ebenso wenig die Erzeugung von E-Rechnungen wie XRechnung oder ZUGFeRD.

Weitere Formate

Außerdem verarbeitet every-edi GEVIS-XML (GEVISEDI01), CSV mit Kopf- und Positionszeilen (HDR/POS), frei aufgebaute CSV-Tabellen über gelernte CSV-Profile sowie JSON über eine REST-Schnittstelle.

Schicken Sie uns eine echte Datei.

Ob every-edi zu Ihren Kunden passt, klären wir am schnellsten an echten Beispielen: drei Bestellungen und, falls vorhanden, die Spezifikation Ihres Partners. Sie bekommen das Ergebnis im Zielformat zurück.

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